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 Runen im Dritten Reich

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BeitragThema: Runen im Dritten Reich   Di Dez 28, 2010 3:13 pm

Runen im Dritten Reich
Runen galten in der Nazi-Zeit als „arische“ Schriftzeichen, da man diese auf die Germanen zurückführte und nutzte sie für eigene Zwecke. Wichtigste Runen sind das Hakenkreuz und die SS-Rune.
Jeder, der z.B. die Sieg-Rune sieht, denkt unweigerlich auch an die Nazizeit.
Im Dritten Reich wurden alte germanische Symbole als „Kraftzeichen“ für die SS missbraucht, meist ohne richtiges Hintergrundwissen. Die SIG-Rune, bei den Nazis auch Sieg-Rune genannt, bedeutet „Sieg”, „Sonne” und „Blitz“. In der Edda steht über sie: „Siegrunen lerne, willst du Sieg haben! Auf den Schwertknauf schneide sie, auf die Blutrinne und des Rückens Breite und ruf zweimal zu Tyr! (Himmels- und Kriegsgott)”. Durch diese Bedeutung wird deutlich, dass sich diese s-ähnliche Rune für Hitlers Schutzstaffel als Kürzel geradezu anbot.
Durch den Runenkult in der NS-Zeit kamen Runen sehr in Verruf. In dem Inneren Orden der SS wurde versucht, eine deutsche Religion zu schaffen, in der der Jude dem Bösen gleichgestellt wurde. Es gab regelrechte Kultstätten der SS-Orden, z.B. die Wewelsburg. Sie wurde 1934 von Heinrich Himmler gepachtet. Er plante die Einrichtung eines ideologischen Zentrums für die Schutzstaffel. Bis 1945 starben hier 1285 Menschen an den grausamen Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie durch die Misshandlungen der SS. Ein wichtiges Symbol der rechten Szene heute ist die „Schwarze Sonne“. Sie sollte das „schöpferische Licht“ darstellen, woraus als „Urvolk“ die „Arier“ hervor gegangen sein sollen. Es wurde also eine neue (deutsche) Schöpfungsgeschichte gedrechselt, wobei das „schöpferische Licht“ das darstellen soll, was in heutigen Theorien als Urknall bezeichnet wird. Inwieweit die „Schwarze Sonne“ die nationalsozialistische Esoterik beeinflusst hat, ist nicht zu belegen. Auf der Wewelsburg ließ Heinrich Himmler im "Obergruppenführer-Saal" ein Sonnenrad als Bodenornament anbringen. In einer Romantrilogie beschrieb der ehemalige SS-Führer Wilhelm Landig die "Schwarze Sonne" als "Urquell der arischen Kräfte", als ein "geheimes selbständiges Reich" der Nationalsozialisten und als Widerstandssymbol gegen die Verdrängung "ursprünglicher nordischer Größe", die er mal durch den jüdisch-amerikanischen Materialismus, mal durch multikulturelle Utopien überrannt sah.
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